Der gestrige und der heutige Tag waren dafür gedacht, individuelle Wünsche zu erfüllen, so kam Rita zu ihrem Vortrag von Erich von Däniken, Margrith zum Lädele, Marcel zur Zinnfigurenausstellung und Romeo wollte am gestrigen Tag Ferdi, Doris, Nadine und mich zum Glacé einladen ins Café Schuh. Wir fanden draussen gleich einen großen Tisch, nahmen Platz und dann passierte erst mal nichts. Und während um uns herum die Kellner rumwieselten, saßen wir wie auf einer einsamen Insel in einem Meer voller bedienten Gästen und bestellten oder gebrachten Glacés auf den Tischen, doch dies blieb uns versagt. Bis ich Hilfe holte, bzw. den Kellner bat, unsere Bestellung aufzunehmen. Doch wir warteten erneut und sehr lange und trotz Ferien, es war mühsam und ein bisschen nervend. Aber schlussendlich kam das Glacé und erlöste unsere Qualen und wir gingen zufrieden zurück ins Hotel. Heute nun wollten wir wieder ins Schuh. Dem Wetter angepasst, verzichteten wir auf Glacé und wollten ein Schoggi-Fondue bestellen. Dafür nahmen wir (Doris, Romeo, Sepp, Ferdi und ich) Stefan, den rasenden Reporter und Bernhard, das Schleckmaul mit. Das Schoggi-Fondue schmeckte ausgezeichnet und wir hinterließen ein Schlachtfeld auf dem Tisch, dass mir fast ein wenig unangenehm war. Als wir dann bezahlen wollten, kam der Kellner an und meinte, wir seien zum Schoggi-Fondue eingeladen, weil gemäß seiner Uhr zwischen Bestellung und Lieferung über 30 Minuten liegen. Wir waren genauso überrascht und perplex wie der Leser hier, nahmen aber die Einladung dankbar an. Auf dem Weg zurück ins Artos rätselten wir über die wahren Beweggründe. Vielleicht hatte es auch damit zu tun, dass wir gestern beim gleichen Kellner bestellt hatten, und zugegebenermaßen haben wir als Gruppe mit drei Rollstühlen einen großen Wiedererkennungswert. Oder der Kellner fand mich adrett. Oder aber – und das ist für mich der wahrscheinlichste Grund – wir hatten einfach einen klitzekleinen Behindertenbonus.



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